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Dietzenbach: Grüne unterstützen
Anwohnerklage gegen Mobilfunkantenne

Quelle: Offenbach-Post, 03.10.2002

Grünes Geld für Klage gegen Mobilfunkmast

Dietzenbach (cz) Nachdem die Stadt ihre Klage gegen die Mobilfunkantenne auf dem Wasserhochbehälter an der Breslauer Straße zurückgezogen hat (wir berichteten), kämpft die im vergangenen Jahr gegründete Bürgerinitiative (BI) auf dem Hexenberg alleine gegen die baldige Wiederinbetriebnahme der Anlage. Alleine? Grünen-Chef Lothar Niemann hat der BI versprochen, dass seine Partei eine Privatklage der Anwohner finanziell unterstützen wird. "Es ist noch nicht klar, wie hoch der Betrag sein wird. Das muss der Ortsverband noch entscheiden", so Niemann.

Zudem hat der Grünen-Vorsitzende Kontakt zu einer so genannten Clearing-Stelle des Deutschen Städte- und Gemeindebundes aufgenommen, die bei Konflikten um Standorte für Sendeanlagen vermittelt. Ziel sei es, den Anbieter DeTeMobil zu überzeugen, die Antenne außerhalb des Wohngebiets aufzustellen. Da die Stadt Ansprechpartner für die Clearing-Stelle ist, will Niemann mit Bürgermeister Stephan Gieseler reden und ihm das Ergebnis seiner Bemühungen mitteilen. "Der Bürgermeister hat sich in dieser Frage stets kooperativ verhalten", ist Niemann zuversichtlich.

Derweil hadert die BI mit den Parteien, die sich gegen eine Klage ausgesprochen haben. "Wir hätten mit einer Klage der Stadt viel Zeit gewinnen können", heißt es in einer Pressemitteilung von BI-Sprecherin Natalie Schlegel. Die BI überlege nun, Blutuntersuchungen von Hexenberger Bürgern vor und nach dem Einschalten der Mobilfunk-Anlage durchzuführen. Zudem sei eine Informationsveranstaltung nach den Herbstferien geplant.

Die Stadtverordneten hatten im August mit den Stimmen von CDU und Republikanern gegen das Votum der Grünen und der FWG beschlossen, die Klage der Stadt mangels Erfolgsaussichten zurückzuziehen. SPD und Dietzenbacher Liste hatten sich der Stimme enthalten, desgleichen die ÖDP.

Das Regierungspräsidium hatte Anfang August dem Widerspruch von DeTeMobil gegen die Stilllegung der Antenne stattgegeben. Bürgermeister Stephan Gieseler hatte daraufhin vorsorglich Klage gegen die Entscheidung eingereicht.


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