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Umweltausschuss gegen Mobilfunkstrahlung-Vorsorge

17.04.2002

Zum heute im federführenden Umweltausschuss abgelehnten Antrag der

PDS zur Minimierung möglicher Gefahren der Mobilfunkstrahlung erklären der

Sprecher für Telekommunikation, Gerhard Jüttemann und die umweltpolitische

Sprecherin, Eva Bulling-Schröter: Die Koalition hat den PDS-Antrag mit der

absurden Begründung abgelehnt, weitergehende Maßnahmen als in ihrem

eigenen Antrag vorgesehen seien erst dann möglich, wenn neue

Forschungsergebnisse eine Gefährdung durch Mobilfunkstrahlung belegen

würden. Im Klartext heißt das:

Die Koalition ignoriert die vielfach existierenden wissenschaftlichen

Hinweise auf gesundheitliche Gefahren durch Mobilfunkstrahlung.

Die Koalition verabschiedet sich beim Thema Mobilfunkstrahlung von

jeglichem Vorsorgegedanken. Denn für Vorsorge ist es zu spät, wenn die

Beweise für Gesundheitsschädigungen unterhalb der bestehenden

Grenzwerte vorliegen. Vorsorgepolitik besteht gerade darin, mit geeigneten

Maßnahmen, mögliche Schädigungen auszuschließen.

Der PDS-Antrag hatte solche Maßnahmen aufgelistet und wurde deshalb

abgelehnt. Der Koalitionsantrag enthält auch nicht den geringsten Ansatz für

eine solche Vorsorge, nennt sich aber -Vorsorgepolitik für

gesundheitsverträglichen Mobilfunk- - eine bewusste Irreführung der

Öffentlichkeit.

Nutznießer der Entscheidung des Umweltausschusses sind die privaten

Mobilfunkbetreiber. Sie sparen Mehraufwendungen in Milliardenhöhe, die

im Zusammenhang mit wirklicher Vorsorge, die auch eine

Grenzwertabsenkung beinhalten muss, hätten aufgebracht werden müssen.

V.i.S.d.P. ist das erklärende Mitglied des Bundestages.

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